cbd versus addiction
8 min.

Update:

Studien1 haben gezeigt, dass das in der Hanfpflanze vorhandene CBD Potenzial zur Verbesserung diverser Krankheiten und Störungen, einschließlich Suchterkrankungen, hat.

Sucht ist von den meisten medizinischen Organisationen als Krankheit klassifiziert. Wie Diabetes, Krebs und Herzkrankheiten wird auch Sucht durch eine Kombination aus Verhalten, Umwelteinflüssen und biologischen Faktoren verursacht. Genetische Faktoren machen dabei mit 50 Prozent den größten Anteil für das Risiko aus, dass jemand mit einer Sucht zu kämpfen hat. Die Folgen einer unbehandelten Sucht sind oftmals auch andere physische oder mentale Gesundheitsprobleme. Wenn eine Sucht über längere Zeit nicht behandelt wird, kann der Zustand sehr ernst oder sogar lebensbedrohlich werden.


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Was bedeutet Sucht?

Die meisten Menschen wissen leider nicht, dass Drogen- und Alkoholabhängigkeit eigentlich eine Krankheit ist. Es handelt sich um eine Gehirnerkrankung, die trotz ihrer schädlichen Auswirkungen durch eine physische und psychische Abhängigkeit von Drogen und Alkohol gekennzeichnet ist. Süchtige Menschen sind sich ihres Problems voll bewusst, können es aber nur sehr schwer bekämpfen. Die Hauptursache für die Drogen- und Alkoholabhängigkeit soll ein längerer Missbrauch der beiden Substanzen sein. Drogenmissbrauch wird durch unterschiedliche Ursachen wie Gruppenzwang, Depressionen und die zunehmende Verfügbarkeit von Drogen ausgelöst. Auch die Drogenabhängigkeit verläuft in Schüben, da viele Patienten oft in den Sumpf der Sucht zurückfallen, wenn die Behandlung nicht anschlägt.

In den Vereinigten Staaten wurde die Opioidabhängigkeit von Präsident Trump im Jahr 2017 zu einem Notfall der öffentlichen Gesundheit erklärt. Seitdem wird sie als Opioidkrise bezeichnet. Im Jahr 2015 wurden über 20.101 Todesfälle durch die Überdosierung von verschreibungspflichtigen Schmerzmitteln verursacht. Weitere 12.990 Todesfälle wurden auf Heroin-Überdosen zurückgeführt. Im Jahr 2016 verzeichnete das U.S. Department of Health and Human Services 42.000 Todesfälle aufgrund von Opioid-Überdosen. Das sind definitiv ernüchternde Zahlen.

In den letzten Jahren haben Forscher Cannabidiol (CBD) studiert, eine Verbindung, die in Cannabis gefunden wurde und von der sie glauben, dass sie sehr wirksam in der Behandlung von Drogenabhängigkeit sein könnte. Und dies trotz der Tatsache, dass die Drug Enforcement Administration (DEA) es als eine Droge der Kategorie 1 klassifiziert, was bedeutet, dass sie eine hohe Missbrauchskapazität besitzt. 29 Staaten haben jedoch die Verwendung von medizinischem Marihuana legalisiert.

Sie fragen sich vielleicht, wie eine Substanz, die in einer Droge gefunden wird, gegen Drogenabhängigkeit helfen kann? Nun, es wird angenommen, dass CBD die Fähigkeit hat, die Nervenbahnen im Gehirn eines Süchtigen so zu verändern, dass das Verlangen und die Entzugserscheinungen nachlassen.

Warum CBD verwenden, um eine Sucht zu behandeln?

Es mag eine große Überraschung sein, aber CBD hat sich bereits als eine erfolgreiche Behandlungsmethode für verschiedene andere Krankheiten erwiesen. Es wurde als wirksam bei der Kontrolle epileptischer Anfälle, der Verringerung von Entzündungen und der Linderung chronischer Schmerzen beschrieben. CBD wurde auch verwendet, um die Nebenwirkungen einer Chemotherapie, wie zum Beispiel Übelkeit bei Krebspatienten, zu reduzieren.

Vielleicht ist einer der Hauptgründe, warum CBD in der Suchtbehandlung gut funktioniert, die Tatsache, dass es nicht psychoaktiv ist. Dies bedeutet, dass Ihnen im Gegensatz zu THC – Tetrahydrocannabinol (Komponente, die Sie high macht, wenn Sie Marihuana konsumieren), das CBD einige gesundheitliche Vorteile bieten kann, ohne dass Sie davon high werden. Interessanterweise wurde auch festgestellt, dass CBD die psychoaktiven Effekte von THC neutralisiert. Wie bereits erwähnt, verändert CBD die Nervenbahnen im Gehirn eines Süchtigen, um das Verlangen nach dem Suchtmittel und die Entzugserscheinungen zu reduzieren. Dies bedeutet, dass Süchtige, die sich einer CBD-Behandlung unterziehen, sich nicht nach der Droge sehnen und ein geringeres Rückfallrisiko haben.

Vorteile der Verwendung von CBD bei Suchterkrankungen

CBD bietet eine endlose Reihe an Vorteilen in der Suchtbehandlung. Erstens hilft es, das Verlangen der Süchtigen zu verringern, was es zu einem großartigen Gegenmittel hinsichtlich Rückfällen macht, selbst wenn die Süchtigen den klassischen Auslösern ausgesetzt sind. Dies ist ein großer Vorteil, da 85% der genesenden Opioid- und Alkoholabhängigen2 innerhalb eines Jahres nach der Behandlung einen Rückfall erleiden sollen. CBD hilft auch bei der Reduzierung von Entzugserscheinungen bei Opioidabhängigen.

Zweitens hat CBD die Fähigkeit, Angstzustände bei Opioidabhängigen zu reduzieren. Es wird behauptet, dass es bei Opioidabhängigen eine therapeutische Wirkung hat, die ihre Angstzustände reduzieren und somit die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls verringern kann. Wissenschaftler haben die Fähigkeit, den 5HT1-A-Serotonin-Rezeptor im Gehirn teilweise zu aktivieren, was seine stimmungsaufhellende Wirkung erklärt.

Schließlich macht CBD, im Gegensatz zu anderen Medikamenten wie OxyContin und Vicodin, nicht süchtig3 .

Nebenwirkungen

Während CBD allgemein als sicher gilt, werden einige Menschen unter Nebenwirkungen zu leiden haben. Zu diesen gehören unter anderem Übelkeit, Durchfall, Schläfrigkeit, Appetitlosigkeit und ein trockener Mund. Diese Symptome sind jedoch eher selten und nicht so ausgeprägt wie bei den Suchtmitteln.

CBD-Dosierung

Ideale Dosierungen hängen von der Art und dem Ausmaß der Sucht, persönlichen körperlichen Unterschieden, sowie der Konzentration des verwendeten CBD Produktes ab. Leinow und Birnbaum4empfehlen die Step-Up Methode in Verbindung mit einer Mikro bis Standarddosierung für Suchtkranke. Wie diese genau angewendet wird, erfahren Sie in der Anleitung zur Dosierung von CBD.

Wie kann ich mit CBD Sucht behandeln?

CBD wird derzeit in verschiedenen Formen angeboten, von Öl über Tabletten bis hin zu Vapes und sogar Lebensmitteln. CBD-Öl hat sich als eine bevorzugte Option für viele Menschen erwiesen. Am besten ist es jedoch, die Variante zu wählen, bei der Sie sich am wohlsten fühlen.

Erfahrungsberichte

Che*(nicht sein richtiger Name), wurde auf Oxytocin, das Opioide enthält, gesetzt, um seine Schmerzen zu verringern, nachdem er einen Bandscheibenvorfall erlitten hatte. Doch sein Arzt zog die Medikation zurück, als er feststellte, dass Che süchtig geworden war und es missbrauchte. Che fand andere Wege, um an die Substanz heranzukommen, was zu einem siebenjährigen Kampf gegen die Opioidabhängigkeit führte. Che versuchte, Marihuana zu rauchen, aber sein Verlangen nach einem Opioid blieb bestehen. Dann versuchte er es mit CBD, das sich inzwischen bewährt hatte. Er schwört, dass eine Einnahme von 33 mg, einmal täglich in Form von Kapseln, sein Verlangen enorm verringert und Normalität in sein Leben zurückgebracht hat5.

Was sagt die Forschung über CBD bei Sucht?

Eine aktuelle Studie von Freidbert Weiss6 bezüglich CBD ergab positive Effekte bei der Anwendung von CBD zur Behandlung von Suchterkrankungen. Die Studie wurde an Ratten mit konditionierter Kokain- oder Alkoholabhängigkeit durchgeführt. Die Ratten erhielten eine Woche lang täglich ein topisches Gel mit CBD, bevor getestet wurde, wie sie auf einen der häufigsten Suchtauslöser reagieren.

Die Ratten haben die Tests bestanden, was darauf hindeutet, dass sie selbst dann, wenn sie provoziert wurden, seltener einen Rückfall erleiden. Zusätzlich zeigten die mit CBD behandelten Ratten weniger Angst und Impulsivität, beides Merkmale einer Sucht. Die Forschung hat mehr als erfolgreich bewiesen, dass CBD ein wirksames Mittel ist, um Suchtkrankheiten zu heilen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wunsch eines Süchtigen nach Nüchternheit ohne eine langfristige Behandlung zur Vorbeugung von Rückfällen ein Traum bleibt. CBD-Öl kann für Süchtige hingegen eine langfristige Lösung darstellen, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen.

Referenzen

  1. Kogan, N. M., & Mechoulam, R. (2007). Cannabinoids in health and diseaseDialogues in clinical neuroscience9(4), 413–430. []
  2. Foster, L. (2019). Understanding Addiction Relapse. [online] EverydayHealth.com. Available at: https://www.everydayhealth.com/addiction/understanding-addiction-relapse.aspx. []
  3. Expert Committee on Drug Dependence (2018). CANNABIDIOL (CBD). [online] World Health Organization. Available at: https://www.who.int/medicines/access/controlled-substances/CannabidiolCriticalReview.pdf []
  4. Leinow,, L. and Birnbaum, J. (2017). CBD: A Patient’s Guide to Medicinal Cannabis. North Atlantic Books []
  5. Volpe, A. (2019). Is Marijuana the Key to Solving the Opioid Crisis?. [online] Men’s Health. Available at: https://www.menshealth.com/health/a19607404/marijuana-drug-addiction-cbd-opioid-cocaine-use/ []
  6. Gonzalez-Cuevas, G., Martin-Fardon, R., Kerr, T., Stouffer, D., Parsons, L., Hammell, D., Banks, S., Stinchcomb, A. and Weiss, F. (2018). Unique treatment potential of cannabidiol for the prevention of relapse to drug use: preclinical proof of principleNeuropsychopharmacology, 43(10), pp.2036-2045 []

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Über die Autorin

Alyssha Bal

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