CBD Nebenwirkungen
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CBD-Öl: Das neue Wundermedikament?

Obwohl CBD-Öl eine zeitlang mit Argwohn, teilweise sogar mit Sorge gesehen wurde, hat sich seine Beliebtheit in den letzten Jahren in Deutschland vervielfacht. Tausende von Konsumenten in Deutschland schwören darauf, dass CBD-Öl bei der Behandlung einer Vielzahl an Beschwerden hilft, so zum Beispiel chronische Schmerzen, Angstzustände und Schlafstörungen. Deshalb greifen immer mehr Menschen zu diesem Mittel, das ganz legal rezeptfrei in einigen Apotheken und Gesundheitsshops gekauft werden kann.

Tatsächlich wird das CBD-Öl aufgrund seiner weit verbreiteten Verfügbarkeit, seiner Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten und seiner Bekanntheit in den Medien von einigen als „Wundermittel“ betrachtet, obwohl Wissenschaftler noch keine detaillierten Studien über seine Wirksamkeit durchgeführt haben.

Was ist CBD-Öl?

Cannabidiol ist eine natürliche chemische Verbindung in der Cannabis Sativa Pflanze. Cannabis Sativa enthält über einhundert Verbindungen und davon ist CBD nur eine, doch die negative Assoziierung mit der Pflanze hat zu einiger Verwirrung und Misstrauen in einigen Teilen der Gesellschaft geführt.


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CBD-Öl entsteht durch das Vermischen der extrahierten Verbindung mit Öl aus einer anderen Pflanze, z.B. Hanfsamen- oder Kokossöl. Entscheidend ist jedoch, dass es kein Tetrahydrocannabinol (THC) enthält, das in illegalem Cannabis vorkommt und ein Gefühl des „High-sein“ verursacht, so dass CBD-Öl weder süchtig macht noch euphorisierend wirkt.

CBD kann in verschiedenen Darreichungsformen hergestellt werden, darunter Tinkturen, Kapseln, Lotionen und E-Liquids.

Die wohl älteste Frage: Ist CBD-Öl sicher zu konsumieren?

Die Verwendung jeder Verbindung aus einer Pflanze, die mit illegalem Drogenkonsum in Verbindung gebracht wird, wirft zwangsläufig Fragen zu ihrer Sicherheit und Wirksamkeit auf, aber wie wissenschaftliche Studien belegen, hat CBD-Öl einige positive gesundheitliche Vorteile bei der Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen und Beschwerden gezeigt.

Schmerztherapie: Viele Patienten gaben an, dass die Verwendung von CBD-Öl, lokal aufgetragen oder sublingual eingenommen, die Beschwerden verbesserte, hervorgerufen beispielsweise durch Arthritis oder Multiple Sklerose. Eine Studie aus dem Jahr 2015 zeigte, dass bei Mäusen mit Arthritis eine deutliche Verbesserung des Schmerzlevels festgestellt werden konnte – und das nach nur vier Tagen Verwendung von CBD, und ohne nennenswerte Nebenwirkungen.((Hammell, D., Zhang, L., Ma, F., Abshire, S., McIlwrath, S., Stinchcomb, A. and Westlund, K. (2015). Transdermales Cannabidiol reduziert Entzündungen und schmerzbezogene Verhaltensmuster durch Arthritis bei Ratten.European Journal of Pain, 20(6), pp.936-948.))


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Weniger Angstzustände und Depressionen: Angstzustände und Depressionen werden oft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten behandelt, die oft mit signifikanten Nebenwirkungen einher gehen. Die Behandlung mit CBD reduziert die Entstehung des körpereigenen Stresshormons und die damit einhergehende Reaktion des Körpers. Mit dieser Art der Behandlung kann der Körper auf Botenstoffe wie Serotonin und Anandamide zugreifen. Das führt zu einer Reduzierung des Stresslevels und weniger Angstzuständen.

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Erholsamer Schlaf: Schlaflosigkeit und andere Schlafstörungen sind eine weit verbreitete Beschwerde in unserer modernen Gesellschaft, doch CBD-Öl kann zu einem erholsameren Schlaf beitragen. Zum Teil wird dies durch den Abbau von Stressindikatoren gewährleistet, die Menschen daran hindern, einen längeren Tiefschlaf zu genießen, wie z.B. Angstzustände und chronische Schmerzen.

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Verbesserung bei Akne: Akne ist eine belastende Hautkrankheit, die fast 80% der deutschen Bevölkerung mindestens einmal im Leben. Diese Hauterkrankung führt auch zu psychischem Stress für die Betroffenen, darunter schlechte Laune und Depressionen. Kürzlich durchgeführte Studien deuten darauf hin, dass Cannabidiol stark entzündungshemmende Eigenschaften besitzt und die Produktion des Sebums reduziert, eine ölige Substanz, bei der vermutet wird, dass es für die Entstehung von Akne verantwortlich ist.

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Obwohl die Vorteile von CBD-Öl vielversprechend klingen, steht immer noch die Frage im Raum, ob es sicher in der Anwendung ist. Gleich zu Beginn, cannabidiol macht nicht süchtig und, anders als bei illegalen Drogen, baut der Körper keine Toleranz auf, sodass Nutzer die Behandlung einfach beginnen oder beenden können, ohne dass eine Abhängigkeit entsteht. Zweitens werden Nutzer keine psychoaktiven Wirkungen verspüren, da CBD-Öl nur wenig bis kein THC enthält; genau wie andere pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, arbeitet CBD sanft mit dem Körper, um so seine allmählich heilende Wirkung zu entfalten.

Es ist dennoch wichtig zu wissen, dass CBD-Öl, ganz genau wie andere Medikamente, Nebenwirkungen haben kann und diese sollten genau beobachtet werden, sobald man mit der Behandlung begonnen hat. Außerdem müssen Experten sich noch einigen, was die effektivste Dosierung für die Behandlung verschiedener Beschwerden ist.

Wichtig ist dennoch zu sagen, dass die WHO (World Health Organization)1 feststellte, dass ‚CBD-Öl ein gute Behandlungsmethode für eine Vielzahl von gesundheitlichen Beschwerden sein kann‘ und es ‚generell gut verträglich und sicher in der Anwendung ist.‘

Nebenwirkungen von CBD-Öl

Wie die meisten anderen Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel ist Cannabidiol in der Regel gut verträglich, es kann allerdings bei manchen Nutzern zu Nebenwirkungen kommen.

Eine Studie des National Center for Biotechnology Information2 beobachtete die folgenden Nebenwirkungen von CBD-Öl:

  • Durchfall
  • Müdigkeit
  • Gewichtszunahme/-abnahme
  • Veränderung des Appetits
  • Schwindel
  • Schläfrigkeit
  • Trockener Mund
  • Übelkeit/Erbrechen

Wenn Sie darüber nachdenken, CBD zum ersten Mal zu verwenden, sollten Sie vorher mit Ihrem Arzt sprechen, vor allem, wenn Sie bereits andere Medikamente einnehmen. Das ist besonders wichtig, wenn das Medikament oder Nahrungsergänzungsmittel nicht mit Grapefruit kombiniert werden darf, da CBD-Öl den Enzyme beeinflussen kann, die bei der Verstoffwechselung von Medikamenten helfen, ganz genau wie die Zitrusfrucht. Desweiteren hat ein Bericht der American Academy of Pediatrics 3 gezeigt, dass sogar die kurzzeitige Verwendung von Cannabidiol die Aktivität der Plazenta bei Schwangeren beeinträchtigen kann, deshalb sollten Frauen während der Schwangerschaft oder des Stillens einen Arzt konsultieren bevor sie mit CBD beginnen.

Sourcing Cannabidiol

Obwohl sowohl online als auch von Apotheken genügend Informationsmaterial über die Vorteile und Nebenwirkungen von CBD zur Verfügung steht, ist es immens wichtig, dass das CBD-Öl von einem verlässlichen Anbieter gekauft wird. Einige Untersuchungen, wie eine des Centre for Medical Cannabis4, hat herausgefunden, dass einige Cannabidiol-Produkte wenn überhaupt nur zu vernachlässigende Mengen an CBD enthalten, während andere sogar nachweisbare Mengen an THC enthalten, sodass sie in vielen Ländern verboten sind.

Ganz wie bei anderen Medikamenten oder Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie CBD-ÖL nur von einem vertrauenswürdigen Händler kaufen, sodass Sie sicher gehen können, dass Sie ein legales Produkt kaufen, dass einen signifikanten Einfluss auf Ihre Gesundheit haben wird.

References

  1. Expert Committee on Drug Dependence (2018). CANNABIDIOL (CBD). [online] World Health Organization []
  2. Iffland, K. and Grotenhermen, F. (2017). An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal StudiesCannabis and Cannabinoid Research, 2(1), pp.139-154. []
  3. Ryan, S., Ammerman, S. and O’Connor, M. (2018). Marijuana Use During Pregnancy and Breastfeeding: Implications for Neonatal and Childhood OutcomesPediatrics, 142(3), p.e20181889. []
  4. BBC News. (2019). Are CBD health claims stretching the truth?. [online] []

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